Studie: Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten muss besser werden

- 06.07.2026 - 

Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation, selbst wenn sie einen anerkannten Berufsabschluss haben. Zudem verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger als deutsche Arbeitnehmer*innen.

Die Studie zeigt: Zuwanderung ist für das Funktionieren der deutschen Wirtschaft zentral. 17 Prozent der in Deutschland Beschäftigten haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. In vielen Engpassberufen, so auch in der Pflege, kommt mehr als jeder und jede fünfte Beschäftigte aus dem Ausland.
 
Zugleich gibt es nach den Studien-Ergebnissen große ungenutzte Potentiale: Fast 36 Prozent der ausländischen Beschäftigten werden in Betrieben lediglich als Helfer*innen eingesetzt. Selbst Zugewanderte mit anerkanntem Berufs- oder Hochschulabschluss (jeweils 31 und 19 Prozent) finden häufig keine ihrer Qualifikation entsprechende Tätigkeit, wodurch vorhandenes Wissen ungenutzt bleibt und die Betroffenen ein geringeres Einkommen erzielen als deutsche Arbeitnehmer*innen.
 
Um die Potentiale besser zu nutzen, müssen Hürden bei Sprache, Anerkennung, inklusive Nachqualifizierung, Behördenprozessen und Kinderbetreuung sowie Diskriminierung abgebaut werden, so die Studie.
 
Den Link zur Studie und eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier: